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Panda Labs für einen gerechten Strukturwandel

Junge Menschen in Bulgarien, Serbien, Nordmazedonien und Montenegro zu grünem Unternehmertum schulen, um den gerechten Strukturwandel voranzutreiben.

Hintergrund

Die Kohleregionen in Bulgarien, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien stehen unter einem starken wirtschaftlichen Druck. Hinzu kommt, dass das Ziel der EU einer schnellen Dekarbonisierung gravierende soziale Folgen für diese Regionen mit sich bringt. Zwar mangelt es häufig nicht an der Finanzierung eines gerechten Strukturwandels, doch fehlt in allen vier Ländern eine entscheidende Komponente: das Human- und Sozialkapital, eine Zukunftsvision und das unternehmerische Potenzial einer jungen Generation, die auf der Suche nach besseren wirtschaftlichen Möglichkeiten rasch in die Großstädte oder in westeuropäische Länder abwandert.

Jungendliche versammeln sich für einen Klimaprotest

Jugendliche versammeln sich zum Klimastreik; Photo: © Laura Karlin WWF Finland

Projekt

Das Projektteam wendet sich an junge Menschen aus vom Strukturwandel betroffenen Kohleregionen. Ziel des ist es, das Bewusstsein dieser Menschen für die Herausforderungen des Klimawandels und eines gerechten Strukturwandels zu schärfen und sie aktiv in die Problemlösung einzubeziehen. Dafür braucht es eine Innovationskultur, die junge Menschen dazu anhält, zu umweltbewussten Unternehmer*innen zu werden und grüne Arbeitsplätze sowie nachhaltige Lebensgrundlagen in den Regionen zu schaffen.

Das Projektteam entwirft und implementiert ein Bildungsprogramm für junge Menschen, das deren unternehmerische Kompetenz fördert. So entwickelt das Team zum Beispiel einen Lehrplan für Gymnasien und schafft eine Pipeline für junges Unternehmertum, konkret für Menschen zwischen 15 und 25 Jahren, in den Kohleregionen.

Die Mitglieder des Projektteams konzentrieren sich auf eine Kohleregion in jedem Land und arbeiten dort mit Schüler*innen der Oberstufe und Unternehmer*innen im Universitätsalter zusammen. Sie ermutigen sie, in ihren Heimatregionen zu bleiben und versetzen sie in die Lage, Unternehmen zu gründen oder für neu entstehende grüne Start-ups zu arbeiten. Hilfe erhält das Team dabei von Schulverwaltungen, lokalen Behörden, Fachleute, die grüne Technologien und Klimainnovationen vorantreiben, und Mentor*innen im Bereich Wissenschaft, Technologie, Ingenieurwesen und Mathematik (STEM). Das Programm stützt sich auf eine bewährte Methode, die der WWF im Rahmen seines EUKI-Projekts Panda Labs zur Entwicklung innovativer Lösungen anwendet. Dazu gehören Konzepte wie Design Thinking, Learning by Doing und der länderübergreifende Austausch junger Menschen über grüne Innovationen.

Langfristig ermöglicht dies den Aufbau lokaler Netzwerke grüner Unternehmer*innen, die die technologischen und sozialen Probleme angehen, die bei der Umstellung ihrer lokalen Wirtschaft vom Kohlebergbau hin zu umweltbewussten Technologien entstehen.

Erfolgsgeschichten

Grünes Entrepreneurship

Nur ein Jahr nach Projektbeginn erhält das EUKI-Projekt "Panda Labs Junior for Just Transition" von einer mazedonischen Gemeinde und zwei bulgarischen Städten strategische Unterstützung für seine Arbeit. Im mazedonischen Bitola, mit dem größten Kohlekraftwerk im Land, wurde eine Zusammenarbeit zwischen der EUKI Partnerorganisation JA Macedonia unterzeichnet, die einen gerechten Übergang zu Dekarbonisierung und grünes Unternehmertum fördert. In den bulgarischen Städten Kyustendil und Pernik erreichte WWF Bulgarien im Rahmen des EUKI-Projekts, dass durch die Kooperation Gemeinden, Schulen und Jugendliche künftig in Entscheidungsprozesse eingebunden und bei weiteren Klimaschutzaktivitäten unterstützt werden.

Projektdaten

Stand: Januar 2022

Länder: Bulgarien, Montenegro, Nordmazedonien, Serbien

Projektdauer: 10/21 - 09/23

Fördersumme: 588.717 €

Zielgruppen: Nichtregierungsorganisationen, Schulen, Städte und Gemeinden

Durchführende Organisation:
WWF Bulgarien

Projektpartner:
Eco-Team, Junior Achievement Bulgaria, Junior Achievement Macedonia, WWF Adria-Serbia

Ansprechpartner

Frau Temenushka Koutevski

Organisation:

WWF Bulgarien

Adresse:
Knyaz Boris I Str., 147, Floor 1
1000 Sofia
Bulgarien

Email:
tkoutevskiwwf.bg

EUKI

Das Projekt ist Teil des Ideenwettbewerbs der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI). Die EUKI ist ein Finanzierungsinstrument des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Der EUKI-Ideenwettbewerb wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH umgesetzt. Übergeordnetes Ziel der EUKI ist die Förderung der Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union (EU) zur Senkung von Treibhausgasemissionen.

Kontakt

Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI)
Potsdamer Platz 10,
10117 Berlin – Deutschland

Tel.: +49 (0)30 338424 570
infoeuki.de