Das Projekt ist abgeschlossen. Es hat Entscheidungen der EU-Kommission zu staatlichen Beihilfen, die für den Klimaschutz und die Energiewende relevant waren, transparenter gemacht. Anhand von gut dokumentierten Fallstudien kann nun nachvollzogen werden, welche Auswirkungen vergangene Beihilfeentscheidungen auf die Energiewende hatten.
Klimapolitik Klimastrategien und -pläne
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11/17 - 12/19
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274.522,76 €
Matthias Buck
Die erste Europäische Kommission unter der Leitung von Ursula von der Leyen (Präsidentin der Europäischen Kommission seit 2019) setzte sich im Rahmen des European Green Deal das Ziel, das Regelwerk der Europäischen Union, das festlegt, unter welchen Bedingungen Mitgliedstaaten Unternehmen mit staatlichen Geldern unterstützen dürfen, die EU-Beihilferegeln, zu überarbeiten.
Im Mittelpunkt dieser Reform standen insbesondere die Leitlinien für staatliche Umweltschutz- und Energiebeihilfen (EEAG) sowie die Leitlinien für staatliche Beihilfen im Rahmen des EU-Emissionshandelssystems nach 2021. ETS-Leitlinien, die festlegen, wie Mitgliedstaaten energieintensive Unternehmen im Emissionshandel unterstützen dürfen.
Das übergeordnete Ziel dieses Projekts bestand darin, aktiv an diesem Reformprozess mitzuwirken und seine Ausgestaltung mitzubestimmen. Zudem sollten Interessengruppen (z. B. Unternehmen, Umweltorganisationen, Verbände) und Medien, die sich mit Klimawandel und Energiewende beschäftigen, für die Bedeutung und innere Logik staatlicher Beihilfen im Hinblick auf Dekarbonisierung (Verringerung von CO₂-Emissionen) und die Energiewende in der EU sensibilisiert werden.
Weitere Informationen und Material über staatliche Beihilfen im Zusammenhang mit der Dekarbonisierung Europas finden Sie auf der Webseite von Client Earth.
Foto: Matthias Buck, Juliette Delarue, Maria Kleis, Kevin Oswald, Sam Bright
Das Projekt hat in der Vergangenheit getroffene Entscheidungen über staatliche Beihilfen aufbereitet und zugänglich gemacht. Zusätzlich wurden entscheidende Schritte und Elemente in den Beihilfeentscheidungen identifiziert, die verbessert werden sollten, um diese stärker mit der Erreichung der europäischen Klima- und Energiezielen zu verzahnen.
Die Projektdurchführer Agora Energiewende und Client Earth nutzten ihre rechtliche, wirtschaftliche und energiewirtschaftliche Expertise, um eine Online-Datenbank mit ihren Ergebnissen zu entwickeln. Sie stellten Kommunikationsmaterialien für 28 Fallstudien in sechs Themengebieten zu EU-Beihilfebeschlüssen zur Verfügung.
Darüber hinaus brachte das Projekt Interessensgruppen sowie Klima- und Energieexpert*innen an einen Tisch, um sich über das Wechselspiel zwischen staatlicher Hilfe und Dekarbonisierung in der EU auszutauschen. Sie konnten sich zudem durch Kommunikationsaktivitäten des Projekts in Brüssel und ausgewählten Mitgliedstaaten und Regionen mit der Europäischen Kommission, den Mitgliedern des Europäischen Parlaments und den nationalen Regierungen zu diesem Thema vernetzen.
Letzte Aktualisierung: Januar 2026