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YESclima – Junge Expert*innen für klimafreundliche Schulen in den Mittelmeerländern

Das Projekt ist abgeschlossen. Das Ziel des Projekts YESclima bestand darin, junge Energie-Expert*innen in der Durchführung von Energie-Audits in Grundschulen zu schulen und die an dem Projekt beteiligten Kommunen zu beraten. Durch Weiterbildung und die Vermittlung von praktischen Erfahrungen sollte das Projekt die Arbeitsmarktchancen der jungen Fachkräfte verbessern und gleichzeitig einen Beitrag zur Verringerung der Emissionen aus Heizungs- und Klimaanlagen in öffentlichen Gebäuden leisten. 

Inhalte und Maßnahmen

In Griechenland und Südspanien sind unter den zahlreichen Arbeitslosen auch junge Fachkräfte, die bereits über eine Qualifikation in den Bereichen Energiesparen und erneuerbare Energien verfügen. Gleichzeitig ist gerade auf diesem Gebiet noch viel zu tun. Im Rahmen des Projekts wurden junge Expert*innen in der Durchführung von umfassenden Energieaudits unter Berücksichtigung von wirtschaftlichen Aspekten geschult. Insbesondere sollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen, wie passive Heizungs- und Klimatisierungssysteme in Schulen geplant, dimensioniert und evaluiert werden sollten. Dabei strebte das Projekt die folgenden praktischen Wirkungen an: 1. Verbesserung des Raumklimas und der thermischen Behaglichkeit für Lehrer und Schüler. 2. Energieeinsparungen bei der Beheizung und Klimatisierung von Gebäuden und damit Kosteneinsparungen für die kommunalen Schulträger sowie Senkung des durch den Schulbetrieb verursachten CO2-Ausstoßes. 3. Sensibilisierung der beteiligten Kommunen und insbesondere der Schulen selbst für die dringende Notwendigkeit, Energie zu sparen und die benötigte Energie klimaneutral zu erzeugen. 4. Verstärkung der Maßnahmen zur Qualifizierung von bisher arbeitslosen jungen Menschen, damit diese in Berufen arbeiten können, mit denen sie ihren Lebensunterhalt bestreiten und zum klimafreundlichen Umbau der Energieversorgung beitragen können. 

Projektverantwortliche vor der Universität Cadiz

Erstes Projekttreffen in Cadiz im Oktober 2018. Foto: Projekt.

Hintergrund

Natürliche Heiz- und Klimatisierungstechniken verbrauchen weniger Energie und sind häufig auch kostengünstiger. Allerdings sind viele Schulgebäude in Spanien und Griechenland noch mit kosten- und energieintensiven Klimaanlagen und nicht mit klimafreundlicher Technik ausgestattet. Die meisten Schulen müssen technisch und energetisch saniert werden, denn sie sind schlecht isoliert, so dass es im Winter zu kalt und im Sommer zu warm ist. Neue, klimafreundliche Lösungen wie die ökologische Klimatisierung werden nur selten genutzt. Im Allgemeinen wird in Gebäuden und durch die Heiztechnik viel Energie verschwendet. 

Ergebnisse

  • Material für einen Lehrplan mit 3 Modulen (1. Energie, 2. Wirtschaft, 3. Unternehmertum) mit einer Gesamtdauer von 200 Stunden Lehrmaterial wurde gesammelt und entwickelt.  
  • 22 junge Menschen, 11 in Spanien und 11 in Griechenland, haben eine Fortbildung zum Thema Energieeinsparung in Gebäuden erhalten (6-monatiger Lehrgang). Teil der Ausbildung war auch die Vorbereitung auf die Gründung eigener „grüner“ Unternehmen.  
  • 2-wöchige Studienreise für jede Trainee-Gruppe nach Berlin, um Projekte und Gebäude kennenzulernen, bei denen klimafreundliche Techniken angewandt werden, die auch in den südeuropäischen Regionen vielversprechend sein können.   
  • Im Rahmen des YESclima-Projekts wurden in 22 Grundschulen in Spanien und Griechenland Energieaudits durchgeführt. Als Ergebnis dieser Audits wurden Maßnahmen zur Energieeinsparung, zur Verbesserung der Lebensbedingungen und zur Förderung erneuerbarer Energien vorgeschlagen.   
  • Um das Bewusstsein für Energie zu schärfen, wurden verschiedene Aktivitäten zur Verbreitung des YESclima-Projekts durchgeführt, z. B. Vorträge vor Schüler*innen in Grundschulen, Treffen mit politischen und technischen Verantwortlichen der Gemeinden, Auftritte in der Presse und im lokalen Fernsehen usw. 

Projektdaten

Stand: Februar 2023

Länder: Deutschland, Griechenland, Spanien

Projektdauer: 09/18 - 12/20

Fördersumme: 319.579 €

Zielgruppen: Bildungseinrichtungen, Forschungseinrichtungen, Regionale Entscheidungsträger, Städte und Gemeinden, Zivilgesellschaft

Durchführende Organisation:
Universidad de Cádiz (UCA)

Projektpartner:
Anemos Ananeosis / Wind of Renewal, Naturschutzzentrum Ökowerk Berlin, Sekretariat für Zukunftsstudien Berlin an der Freien Universität Berlin – Secretariat for future studies Berlin at the Free University Berlin (SFZ)

Projekt Webseite:

sites.google.com/gm.uc...

Ansprechpartner

Herr Dr. Francisco José Sánchez de la Flor

Organisation: Universität Cadiz

Adresse:
Avenida de la Universidad de Cádiz
11519, Puerto Real, Cádiz
Spanien

Email: francisco.floruca.es

Tel: +34 956 483340

EUKI

Das Projekt ist Teil des Ideenwettbewerbs der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI). Die EUKI ist ein Finanzierungsinstrument des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Der EUKI-Ideenwettbewerb wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH umgesetzt. Übergeordnetes Ziel der EUKI ist die Förderung der Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union (EU) zur Senkung von Treibhausgasemissionen.

Kontakt

Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI)
Potsdamer Platz 10

10785 Berlin – Deutschland

Tel.: +49 (0)30 338424 570
infoeuki.de