Newsmeldung

EUKI Projekt YESclima stellt sich der EU-Kommission vor

von Luciana Lerho und Oliver Hölcke, GIZ/EUKI

Das EUKI Projekt YESclima wird von der Universität Cadiz gemeinsam mit Projektpartnern durchgeführt und arbeitet an zwei Zielen: zum einen bekämpft es die hohe Jugendarbeitslosenquote in Griechenland und Südspanien, in dem es die Arbeitsmarktchancen junger Fachkräfte verbessert. Zum anderen fördert es den Klimaschutz und die Nachhaltigkeit in diesen Ländern. Hierfür bildet die Universität Cadiz zusammen mit Wind of Renewal aus Griechenland und dem „Sekretariat für Zukunftsstudien“ der Freien Universität Berlin junge Menschen in den Bereichen Energiesparen und erneuerbare Energien zu Energieberater*innen für öffentliche Gebäude aus. So werden dort Ressourcen und Energie gespart, Kosten gesenkt und gleichzeitig Kommunen für Klimaneutralität sensibilisiert.  Die Ausbildung ermöglicht es den bisher arbeitslosen jungen Menschen sich in der „grünen“ Wirtschaft zu etablieren, ihren Lebensunterhalt zu sichern und gleichzeitig das Klima zu schützen.

Erfolge, die über das Projekt hinausgehen

Die Entrepreneurship Trainings des Projekts fanden aufgrund der anhaltenden Covid-19 Krise auf virtuellem Wege statt. Aus den Online Seminaren entwickelte sich mit der Zeit eine ständige Arbeitsgruppe, an der Projektleiter*innen aus Griechenland, Spanien und Deutschland, das Forschungsinstitut für innovative Arbeitsgestaltung und Prävention e.V. (FIAP) und einige Studierende beteiligt waren. Silke Steinberg, Geschäftsführerin von FIAP sagte, dass sich die Gruppe neben der Erarbeitung von Energiesparplänen auch zunehmend auf politischer Ebene vernetzte. Die im Zuge der Corona Krise entstandene Diskussion zum Thema „Green Recovery“ brachte die Gruppe auf die Idee, das Thema mit der Ursprungsidee des YESclima Projektes, die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit, zu verknüpfen. Daraus entstand über die Zeit ein Memorandum, das Vorschläge für eine überarbeitete Europäische Jugendgarantie machte. Die europäische Jugendgarantie besagt, dass junge Menschen unter 25 Jahren innerhalb von vier Monaten ein hochwertiges Weiterbildungs- oder Jobangebot erhalten (Europäische Kommission, 2020).

EUKI Projekt YESclima stellt sich der EU Kommission vor, (c) Silke Steinberg

YESclima als Best Practice im Memorandum zum Europäischen Green Deal und der Europäischen Jugendgarantie
Die von der Arbeitsgruppe entworfenen Vorschläge zielen darauf ab, die in der Jugendgarantie vorgesehenen Maßnahmen in Beziehung zum Europäischen Green Deal zu setzen. YESclima dient dabei als Best Practices Beispiel und unterstützt die Wirksamkeit der Vorschläge.
Das Memorandum sowie das EUKI Projekt YESclima sind im November 2020 auf dem Online Event „European Green Deal and the reinforced European Youth Guarantee“ Repräsentant*innen der Europäischen Kommission vorgestellt worden. Das hochrangige Event mit der Europäischen Kommission bot die außergewöhnliche Möglichkeit, die im Memorandum vorgeschlagenen Maßnahmen auf EU Ebene zu diskutieren und gleichzeitig die Herausforderungen in den jeweiligen Ländern zu thematisieren.

Kernaussagen und langfristige Ziele des Memorandums
Die Befürchtung, dass die vielerorts bereits hohe Jugendarbeitslosigkeit durch die Corona Krise weiter verschärft wird, bestätigt sich in vielen Ländern. Um der steigenden Jugendarbeitslosigkeit entgegenzuwirken, betont das Memorandum, die Green Recovery als Chance zu sehen, „die europäischen Klimaziele mit den Bemühungen um einen wirtschaftlichen und sozialen Aufschwung nach der Pandemie zu verbinden“, so Silke Steinberg. Dazu benötigt es verschiedene effektive Instrumente, wie die Europäische Jugendgarantie, um den aktuellen und kommenden Herausforderungen zielgerichtet entgegenzuwirken.
Mit der Vorstellung des Memorandums vor der EU Kommission ist das Projekt YESclima sehr erfolgreich einen Schritt in Richtung Implementierung des Themas auf europäischer Ebene gegangen. Laut Silke Steinberg müssen nun die verschiedenen politischen Akteur*innen in den jeweiligen Ländern an der Umsetzung beteiligt und politische Reformen auf den Weg gebracht werden, um vereint für eine sinkende Jugendarbeitslosigkeit, Kilmaschutz und Nachhaltigkeit zu kämpfen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite von FIAP e.V.