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Kommunales Energiemanagement

Das Projekt ist abgeschlossen. Im Rahmen dieses Projekts vertieften die beteiligten europäischen Energie- und Klimaschutzagenturen den grenzüberschreitenden Dialog und Austausch von Wissen und Erfahrungen zum kommunalen Energiemanagement.

Energieeffizienz Energiewende und klimaneutrale Gebäude Gebäude Kommunen

Beitragsbild

Infos zum Projekt

Länder:

Bulgarien, Deutschland, Litauen, Slowenien

Dauer des Projekts:

10/17 - 02/20

Zielgruppen:

Öffentlicher Sektor, Lokale Regierungen, Öffentlichkeit, Privatsektor, Zivilgesellschaft, Bildungseinrichtungen

Fördersumme:

438.497,67 €

Kontakt

Kontakt:

Leonie Grothues

Durchführende Organisationen:
  • Klimaschutzagentur Weserbergland
Partner:
  • Energap - Energy Agency of Podravje – Institution for Sustainable Energy Use
  • Kaunas Regional Energy Agency - KREA
  • Sofia Energy Agency - SOFENA

Hintergrund

Nach Angaben der Europäischen Kommission von 2020 sind Gebäude in der EU für 40% des Energieverbrauchs und 36% der CO2-Emissionen verantwortlich. Damit kommt dem Gebäudesektor eine Schlüsselfunktion zur Erreichung der EU-Klimaschutzziele zu. Um sie zu erreichen, sind auch Aktivitäten auf kommunaler Ebene von großer Bedeutung. Die EU-Gebäudeeffizienz- Richtlinie – (EPBD) konzentriert sich daher auf öffentliche Gebäude, die als Modell für andere Sektoren dienen und dadurch einen Multiplikatoreffekt erzeugen sollen. Die flächendeckende Umsetzung eines systematischen kommunalen Energiemanagements kann somit einen wichtigen Beitrag zur Erschließung bestehender Einsparpotenziale in den Kommunen und zum Aufbau eines nachhaltigen Liegenschaftsmanagements leisten.

Projekt

An über 60 kommunalen Gebäuden in den Zielregionen Bulgarien, Deutschland, Litauen und Slowenien wurde ein Energiemanagement pilotiert. Das führte zu einer jährlichen Einsparung von 478t CO2 (oder 8.5% gegenüber dem Basiswert). Gemeinsam mit den vier Projektpartnern und unter Berücksichtigung ihrer unterschiedlichen Ausgangssituationen und -bedürfnisse wurden neue und innovative Konzepte zur Umsetzung und Finanzierung von kommunalem Energiemanagement entwickelt.

Foto: Franziska Berentin / KSA

Ergebnisse

  • Energieeinsparungen in Pilotgebäuden: In 61 Gebäuden in den vier Projektregionen wurde ein systematisches Energiecontrolling durchgeführt. Die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen führte zu Einsparungen von 1.503.744 kWh Energie und 478 tCO₂ – eine Reduktion um 7,3 beziehungsweise 8,5 Prozent gegenüber dem Basiswert. 
  • Institutionalisierung des Energiemanagements: In 13 Partnerkommunen beschlossen die zuständigen Gremien die Einführung eines systematischen Energiemanagements sowie den Aufbau entsprechender Kapazitäten – ein wichtiger Schritt für die Verstetigung der Ergebnisse des Projekts über dessen Laufzeit hinaus. 

Letzte Aktualisierung: Januar 2026

Erfolgsgeschichten

Kommunales Energiemanagement senkt Verbrauch und Emissionen

Im EUKI-Projekt „Kommunales Energiemanagement“ zeigten Kommunen in Bulgarien, Deutschland, Litauen und Slowenien, wie strukturierte Energieüberwachung direkt zum Klimaschutz beiträgt. Durch praktische Instrumente und Schulungen konnten lokale Verwaltungen, die von ihnen erhobenen Energiedaten in konkrete Maßnahmen übersetzen. In 61 öffentlichen Gebäuden führten optimierte Heizungssteuerungen und effizientere Beleuchtung zu 1,5 Mio. kWh eingesparter Energie und 478 Tonnen weniger CO₂ – eine Reduktion des Verbrauchs um 7,3 % und der Emissionen um 8,5 %. Die Wirkung wirkt langfristig nach: 13 Kommunen verpflichteten sich, dauerhaftes Energiemanagement einzuführen und ihre Kapazitäten weiter auszubauen – ein nachhaltiger Impuls für klimafreundliche kommunale Verwaltung.

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