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Erneuerbare Power-to-Heat in Hajnówka

Durchführung einer Machbarkeitsstudie, um die Einführung eines Systems zum Heizen mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen (Power-to-Heat) in der polnischen Region Hajnówka zu ermöglichen.

Hintergrund

Während der Energieversorgungssektor nach wie vor für einen enormen Anteil der Treibhausgasemissionen verantwortlich ist, wurden in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte in punkto Dekarbonisierung erzielt. Allerdings ist hier zwischen den Teilsektoren zu differenzieren: Während bei der Stromerzeugung bemerkenswerte Fortschritte zu verzeichnen sind, gilt dies nicht für den Wärmesektor. Studien zeigen, dass die Beheizung von Gebäuden und die Warmwasserbereitung für ein Drittel der Emissionen in der EU verantwortlich sind. Daher ist eine effektive Dekarbonisierung des Wärmesektors erforderlich. Dies gilt insbesondere für Polen – aktuell das Land mit dem größten Kohleverbrauch im Wärmesektor.

Solar Anlagen in Hajnówka

Solar Anlagen in Hajnówka: Power to Heat -Projekt; © Powiat Hajnówka

Projekt

Das Projektteam entwickelt eine Lösung für dieses Problem in der ost-polnischen Pilotregion Hajnówka. Die Bemühungen konzentrieren sich auf die Einführung eines Power-to-Heat-Systems, das den überschüssigen Strom der regionalen Wind- und Solarkraftwerke in das Fernwärmesystem von Hajnówka einspeist. Auf diese Weise würden erneuerbare Energien Kohle ersetzen, die derzeit für den Betrieb des Heizsystems verwendet wird. Dies hat den doppelten Vorteil, dass nicht nur die Dekarbonisierung, sondern gleichzeitig auch die Integration des Energiesystems vorangetrieben wird.

Die Einführung eines Power-to-Heat-Systems aus erneuerbaren Energiequellen stellt eine technologische und wirtschaftliche Herausforderung dar. Das Projektteam wird eine Machbarkeitsstudie erarbeiten, um anhand eines konkreten Beispiels Lösungen für die Bewältigung dieser Herausforderungen zu finden. Mithilfe dieser Studie können konkrete Hindernisse ermittelt und angegangen werden, die einer Modernisierung des Nahwärmesystems bisher im Wege standen. Zu diesen Hindernissen gehören fehlende Planungskapazitäten für die Infrastruktur, veraltete Bauvorschriften und ein Mangel an Fachkräften für die Installation und Wartung der Systeme. Das Projekt hält Lösungen für genau diese Probleme bereit und ebnet damit den Weg für öffentliche und private Investitionen, die wiederum das Hindernis unzureichender finanzieller Mittel beseitigen. Nach erfolgreichem Abschluss des Projekts kann die Machbarkeitsstudie als Umsetzungsplan für vollständig dekarbonisierte integrierte Heizsysteme in anderen polnischen Regionen dienen. Das Projekt ist außerdem ein Best-Practice-Beispiel für die Entwicklung eines klimafreundlichen Fernwärmesystems. Andere Regionen können diesem Beispiel folgen und so einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung des polnischen Wärmesektors leisten.

Projektdaten

Stand: Februar 2022

Länder: Deutschland, Polen

Projektdauer: 10/21 - 09/23

Fördersumme: 286.103 €

Zielgruppen: Regionale Entscheidungsträger, Städte und Gemeinden

Durchführende Organisation:
100 prozent erneuerbar stiftung

Projektpartner:
Kompetenzzentrums für erneuerbare Energien in Hajnówka

Projekt Webseite: 100-prozent-erneuerbar...

Ansprechpartner

Tibor Oestereich

Organisation:

100 prozent erneuerbar stiftung

Adresse:
Torstr. 178
10115 Berlin

Email:
info100-prozent-erneuerbar.de

EUKI

Das Projekt ist Teil des Ideenwettbewerbs der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI). Die EUKI ist ein Finanzierungsinstrument des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Der EUKI-Ideenwettbewerb wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH umgesetzt. Übergeordnetes Ziel der EUKI ist die Förderung der Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union (EU) zur Senkung von Treibhausgasemissionen.

Kontakt

Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI)
Potsdamer Platz 10,
10117 Berlin – Deutschland

Tel.: +49 (0)30 338424 570
infoeuki.de