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Klimareportagen aus Mittel- und Osteuropa

von Markus Meyer-Gehlen , WDR

Tolle Landschaften, spannende Natur – Umweltjournalismus kann begeistern. Aber er soll auch aufklären: Was passiert mit unserem Klima? Das hat die Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI) mit einem Stipendium für Journalistinnen und Journalisten gefördert.

Veröffentlicht: 21. Januar 2019
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Deutschland, Tschechien, die Slowakei, Ungarn, Slowenien und Kroatien – aus diesen Ländern kommen wir Journalistinnen und Journalisten, die sich zwischen Oktober und Dezember ganz dem Umweltjournalismus gewidmet haben. Organisiert wurde das Programm vom Verein Internationale Journalisten-Programme IJP, finanziert von der EUKI. Fünf deutsche Journalistinnen und Journalisten verbrachten zwei Monate im mittelosteuropäischen Ausland, fünf ausländische Kolleginnen und Kollegen von dort kamen in dieser Zeit nach Deutschland. Unser Ziel: Klima- und Umweltthemen aufspüren, recherchieren, uns weiterbilden und natürlich berichten.

Autor

Markus Meyer-Gehlen war 2018 Stipendiat des EUKI-Journalistenprojekts. Für sechs Wochen recherchierte er in Ungarn zu Klimathemen. Normalerweise arbeitet er beim WDR.

Links

Beitrag im DLF: srv.deutschlandradio.de

Unterschiedliche Stimmen zu Atomkraft aus Ungarn

Die Donau bahnt sich ihren Weg durch Ungarn, einmal senkrecht von Norden nach Süden. Auf ihrem Weg passiert sie die Kleinstadt Paks und das gleichnamige Atomkraftwerk nebenan. Hier wird rund ein Drittel des Stroms produziert, der in Ungarn verbraucht wird. Für mich war dies eines der ersten Themen, auf die ich mich in meinem zweimonatigen Aufenthalt in Budapest konzentriert habe, denn: Das Atomkraftwerk soll ausgebaut werden. Zwei neue Reaktoren sollen die alten vier ersetzen, denn die müssen aus Altersgründen vom Netz. Danach soll das Atomkraftwerk Paks sogar mehr Strom produzieren als zuvor.

Während der Atomausstieg in Deutschland längst beschlossene Sache ist, legt Ungarn noch eine Schippe drauf. Doch es gibt unterschiedliche Haltungen zu dem Projekt: Ich habe mit einer Umweltorganisation gesprochen, mit einem europäischen Grünenpolitiker, aber auch mit dem Pressesprecher des Atomkraftwerks sowie mit dem zuständigen Staatssekretär. Das Ergebnis der Recherche war im Deutschlandfunk und auf WDR 5 zu hören.

Interesse an deutschem Kohleausstieg

Für unsere osteuropäischen Kolleginnen und Kollegen war das Thema Kohle hochinteressant. Nur wenige Wochen vor dem Start des Journalistenaustauschs hatten die Proteste im Hambacher Forst für Aufregung gesorgt. Ganz nebenbei war und ist nach wie vor der Dieselskandal im Gange – so entstanden Berichte für verschiedene Medien in Kroatien, Slowenien oder Ungarn, die sich mit dem Kohleausstieg beschäftigen, mit dem Atommüll-Lager Asse-2, oder mit der Deutschen Umwelthilfe.

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Die beiden Stipendiaten Sabine Rossi und Markus Meyer-Gehlen beim Besuch eines Gasfeldes in Slowenien. (C) Sabine Rossi

Das Klima- und Umweltstipendium ist eine Kooperation zwischen dem Verein Internationale Journalisten-Programme IJP, der EUKI und dem gemeinnützigen Journalistendienst Clean Energy Wire. Es ist zunächst für drei Jahre vorgesehen und soll jährlich fünf deutschen und fünf mittel- und osteuropäischen Journalistinnen und Journalisten die Chance geben, sich mit Klima- und Energiethemen zu beschäftigen und zu berichten und so Aufmerksamkeit für eines der wichtigsten Problemfelder unserer Zeit zu schaffen.

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