Newsmeldung

Kick Off von RENALDO

Das EUKI-Projekt „RENALDO“ fördert den Ausbau von ersten Energiegenossenschaften im ländlichen Raum in Polen. Zur ersten Sitzung der Steuerungsgruppe trafen sich Vertreter*innen der polnischen und deutschen Regierung sowie von der Europäischen Kommission.

Am 30. März fand die erste, virtuelle Sitzung der Steuerungsgruppe des EUKI-Projektes „RENALDO – Ländliche Entwicklung durch Erneuerbare Energien“ statt. Es wird in den kommenden Jahren in sechs ausgewählten Gemeinden der Regionen Podlasien und Kujawien-Pommern umgesetzt und von der Generaldirektion REFORM (GD REFORM), der Europäische Kommission und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) im Rahmen seiner Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI) finanziert.

Die polnische Staatssekretärin Anna Gembicka, die deutsche Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter und Kaspar Richter, Abteilungsleiter bei „Nachhaltiges Wachstum und Geschäftsumfeld”, GD REFORM der Europäischen Kommission, eröffneten die Sitzung.

In Ihrer Rede betonte Frau Gembicka, dass erneuerbare Energien eine wichtige Rolle nicht nur beim Klimaschutz, sondern auch bei der Entwicklung ländlicher Regionen spielen. Die sauberen Energiequellen bringen den Bürger*innen sozioökonomische Vorteile, indem die Energieversorgung in den EU-Mitgliedsländern diversifiziert und gesichert wird. Günstige Energie verbessert auch die Lebensqualität der Bewohner*innen ländlicher Gebiete.

Staatssekretärin Anna Gębicka während der Online Konferenz

Staatssekretärin Anna Gębicka während der Online Konferenz zum Projektauftakt (c) Polnisches Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung (MRiRW)

Im Rahmen des Treffens wurden neben den bisherigen Projektfortschritten, sowohl die geplanten Aktivitäten bis Ende 2021 als auch die methodologischen Grundlagen von Businessplänen von Energiegenossenschaften besprochen. Die Steuerungsgruppe trifft sich ab jetzt regelmäßig, einmal im Quartal.

RENALDO

Das Projekt unterstützt den Ausbau erneuerbarer Energien durch die pilothafte Gründung von Energiegenossenschaften im ländlichen Raum und die Verbesserung der regulativen Rahmenbedingungen für eine weitere Verbreitung des Genossenschaftsmodells. Hierfür erstellt das Projektteam ein Handbuch zur Gründung und zu Arbeitsweisen von Energiegenossenschaften. Das spezifische Wissen der Projektpartner und die praxisbezogenen Erfahrungen aus der Umsetzung vor Ort werden im Rahmen verschiedener Workshops und Konferenzen mit fachspezifisch involvierten und interessierten Teilnehmenden diskutiert und geteilt. Das Projekt wird vom polnischen Ministerium für Landwirtschaft und Regionalentwicklung sowie polnischen Ministerium für Klima und Umwelt unterstützt.

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist für das gesamte Projektmanagement verantwortlich und arbeitet eng mit den Durchführungspartnern zusammen: auf deutscher Seite mit der „100 prozent erneuerbar stiftung“ sowie auf polnischer Seite mit der Stiftung „ACTIVUS Institute of Community Development“ und dem landwirtschaftlichen Beratungszentrum in der Woiwodschaft Kujawien-Pommern „KPODR“.

Weitere Infos

Projektwebsite