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Blicke über den Tellerrand

Wie aufregend und vielfältig Umweltjournalismus sein kann, zeigten die zehn Stipendiatinnen und Stipendiaten eines EUKI-Projekts mit dem Internationale Journalisten-Programme e.V. (IJP). Sie arbeiteten und recherchierten acht Wochen lang in europäischen Partnerländern zu den Themen Klimaschutz und Energiewende. Heraus kamen 41 Beiträge in Audio und Text aus Deutschland, Slowenien, der Slowakei, Kroatien, Tschechien und Ungarn. Sie können in der rechten Spalte heruntergeladen werden.

Die Auswahl bildet eine Vielfalt an Klima- und Energiethemen ab. Sie umfasst Beiträge zu Bioplastik in Bratislava genauso wie zu Radfahrprojekten, Imkerei und den Umgang mit Atomkraft. Die Gastjournalistinnen und -journalisten in Deutschland interessierten sich insbesondere für den geplanten Kohleausstieg bis 2038. Katja Lihtenvalner, Marina Kelava und Tereza Stastna erzählten ihrem Publikum in Slowenien, Kroatien und Tschechien von der geplanten Wende weg vom schwarzen Energielieferanten.

Einen besonderen Blick über den Tellerrand wagte der Ungar Gergely Nagy. Für seine Reportage über die deutsche Energiewende gewann er den Preis des ungarischen Verbandes der Energiehändler. Er erklärte die Energiewende verständlich für ein ungarisches Publikum und analysierte verschiedene Aspekte wie Politik, Gesellschaft und die Anti-Atomkraft-Bewegung. Während der Ungar Gergely Nagy in Deutschland recherchierte, arbeitete der Deutsche Markus Meyer-Gehlen in Ungarn. Er berichtete für den WDR unter anderem über den Ausbau des Atomkraftwerks Paks.

Slowenien verbot als erstes EU-Land bienenschädliche Pestizide. Sabien Rossi berichtete aus Ljubljana. Quelle: Instagram/Sabine Rossi

Das spannende an allen Geschichten ist der Blick von außen. Reporterinnen und Reporter blicken über ihren nationalen Tellerrand hinaus und lernen vor Ort lokale und nationale Herausforderungen und Projekte anderer europäischer Länder kennen. Die Journalistinnen und Journalisten können Ihre Netzwerke auch für zukünftige Recherchen nutzen. Vom Erfahrungsaustausch und der damit verbundenen besseren Information profitiert insbesondere die Öffentlichkeit in den Heimatländern.

Im Herbst 2019 startet die zweite Runde des Austauschs für Journalistinnen und Journalisten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus Deutschland, Kroatien, Ungarn, der Slowakei, Tschechien und Slowenien. Auch in Polen werden zwei Teilnehmende recherchieren. Zwölf weitere Reporterinnen und Reporter können so über den nationalen Tellerrand herausschauen und vor Ort Erfahrung sammeln.

Klicken Sie sich durch die Beiträge vom vergangenen Jahr und bekommen Sie einen Eindruck vom Klimaschutz als gesamteuropäische Aufgabe.

Beiträge

Marina Kelava (H-Alter, The Ecologist; Kroatien)

„Mi smo priroda koja brani samu sebe“ (Kohleabbau im Hambacher Forst); Quelle: H-Alter

Njemačka termoelektrana najveći je pojedinačni zagađivač zraka u EU (Deutsches Kohlekraftwerk und Luftverschmutzung); Quelle: H-Alter

Klimatski pregovori: 24. pokušaj (UN-Klimakonferenz COP24 in Katowice); Quelle: H-Alter

3 key ingredients to launch a bike kitchen (Freiwilliger Fahrradreparaturserrvice in Zagreb); Quelle: Shareable

Termoelektrane na ugljen: Europljani plaćaju milijarde za zdravstvene troškove (Reparatur-Café in Berlin); Quelle: H-Alter

Bicikliranje mijenja svjetove (Fahrradkurse für Geflüchtete); Quelle: H-Alter

Jens Cristof (MDR; Deutschland)

Slowakei plant Einführung von Einwegpfand; Quelle: MDR

Bioplastik aus Bratislava; Quelle: MDR

Dieselgate Diskussion in der Slowakei; Quelle: MDR

Katja Lihtenvalner (Vecer; Slowenien)

Črni časi za premogovno industrijo (Kohleindustrie in Deutschland und Strukturwandel); Quelle: Vecer

Rudnike premoga bodo zaprli, vendar kdaj? (Strukturwandel); Quelle: Medium

Proizvajalci si ne želijo nadgradnje starih dizlov (Interview mit Dorothee Saar, DUH, zum Dieselfahrverbot); Quelle: Medium

Proizvajalci si ne želijo nadgradnje starih dizlov (Interview mit Dorothee Saar, DUH, zum Dieselfahrverbot); Quelle: Vecer

Rudnike premoga bodo zaprli, vendar kdaj? (Strukturwandel); Quelle: Focus.si

Markus Meyer-Gehlen (WDR, Cosmo; Germany)

Russische Abhängigkeit: Debatte um das Atomkraftwerk Paks; Quelle: Deutschlandfunk

Atomkraftwerk Paks; Quelle: WDR5

Gergely Miklos Nagy (Magyar Narancs; Ungarn)

Atomerőmű darabokban (Sichere Abschaltung von Atomkraftwerken); Quelle: Politika

Mire mennek atom nélkül? – A német gazdaság szénfekete foltja (Atomausstieg in Deutschland); Quelle: Magyar Narancs

Csak ne az udvaromba (Atommüll in Deutschland); Quelle: Politika

A széncsata (Atomausstieg in Deutschland); Quelle: Politika

Sabine Rossi (WDR, Cosmo; Deutschland)

Neue Schneekanone am Pohorje; Quelle: RTV4

Besuch aus Deutschland (Interview zum Stipendium); Quelle: RTVSLO

Bienen verrücktes Slowenien; Quelle: WDR5 Quarks

Ski-Urlaub nachhaltig?! Geht das?; Quelle: Cosmo Cities

Bienen verrücktes Slowenien; Quelle: WDR2 Weltzeit

Neugier genügt: Radtour unter Tage; Quelle: WDR5

Bienen verrücktes Slowenien; Quelle: WDR2

Underground Biking; Quelle: WDR2 Weltzeit

Unter Königinnen – Als Imkerin in Slowenien; Quelle: Deine Korrespondentin

Daniela Ivankova (RTVS, Slowakei)

Warschau und seine Bienen; Quelle: rbb

1500 Kilometer zu Fuß – Wandern für den Klimaschutz; Quelle: rbb

Bericht aus Berlin (ab 9:35); Quelle: RTVS

Bericht aus Berlin (ab 27:09); Quelle: RTVS

Tereza Stastna (Czech Radio; Tschechien)

How Germany’s coal phaseout is becoming an international movement; Quelle: Deutsche Welle

Living planet: When will Germany break up with coal?; Quelle: Deutsche Welle

How hard is a low-carbon lifestyle? A Berlin family tells all; Quelle: Deutsche Welle

Living planet: Personal climate action in Berlin; Quelle: Deutsche Welle

Living planet: Insects as a climate friendly alternative to meat?; Quelle: Deutsche Welle

Grit Eggerichs (Deutschlandradio; Deutschland)

Kroatien: Die Insulaner auf Krk wehren sich gegen ein Flüssiggas-Terminal; Quelle: Deutschlandradio

Nachhaltigkeit: Zugfahren ist geil; Quelle: Deutschlandradio

Krk: Eine Insel kämpft für grüne Energie; Quelle: WDR1